Die genaue Herkunft des Schachspiels ist heute unbekannt. Es ist davon auszugehen, dass das Spiel nicht von einer Person zu einem fixen Zeitpunkt erfunden wurde, sondern dass sich das Spiel im Laufe der Zeit aus ähnlichen Spielen entwickelt hat. Geschichtlich ist das klassische Schachspiel vor allem aus dem Iran, beziehungsweise dem damaligen Persien, bekannt. Der Ursprung wird dann auch dort, in Indien oder in China vermutet. Ebenso ist es möglich, dass unabhängig voneinander sehr ähnliche Spiele in unterschiedlichen Städten entwickelt wurden und dass diese später zum heutigen Schachspiel vereinigt wurden.

Weizenkornlegende

Eine der bekanntesten Legenden zur Entwicklung des Schachspiels ist die sogenannte Weizenkornlegende. Sie besagt, dass das Spiel im 3. Oder 4. Jahrhundert nach Christus von Sissa ibn Dahir in Indien entwickelt wurde. Das Land wurde der Legende nach zu diesem Zeitpunkt vom barbarischen Herrscher Shihram regiert und die Bevölkerung litt während dieser Zeit, auf Grund des Betragens ihres Herrschers, große Not. Sissa ibn Dahir soll das Spiel dann auch entwickelt haben, um seinen Herrscher in eine Falle zu locken, da er wusste, dass der Herrscher das Spiel lieben würde. Dies trat dann auch ein, Shihram war begeistert vom Schachspiel und entschied darum, Sissa ibn Dahir einen Wunsch zu erfüllen. Darauf hatte Sissa ibn Dahir gewartet und eine List präpariert: Er wünschte sich für das erste Feld des Schachbrettes 1 Weizenkorn, für das zweite das Doppelte, also 2 Weizenkörner, für das nächste wiederum das Doppelte, als 4 Weizenkörner und so weiter. Der Herrscher stimmte diesem Wunsch zu, ohne zu bedenken, dass bei den 64 Feldern eines Schachspiels das letzte Feld fast 10 Trillionen Körner erhalten würde. Auf diese Art und Weise erhielt Sissa ibn Dahir Zugang zu unlimitierten Weizenmengen, mit welchen er den Hunger der Bevölkerung stillen konnte.

In Wahrheit liegen die Ursprünge des Schachspiels aber wohl woanders und diese Legende hat nie stattgefunden.